Das Reparatur-Café Reilingen ist ein Arbeitskreis der„Evangelischen Kirche Reilingen„.
Mit freundlicher Unterstützung der „ Gemeinde Reilingen “ (Räumlichkeit und Netzwerk)
Linux-Workshop des Reparatur-Café’s Reilingen
Ab 14. Oktober 2025 wird der kostenlose Update-Support von Windows 10 eingestellt. Das heißt, ab diesem Zeitpunkt gibt es keine kostenlosen system- bzw. sicherheitsrelevanten Updates mehr von Microsoft für Windows 10 und Dein System ist damit potentiell unsicher (mehr Informationen dazu von der Verbraucherzentrale, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)).
Auch der für Europa verlängerte eingeschränkte „freie“ Update wird endgültig im Oktober 2026 eingestellt. Danach sind nur noch kostenpflichtige Sicherheitsupdates (bis 2028) möglich.
Ein Umstieg auf Windows 11 ist oft nicht möglich, ohne einen neuen Rechner zu kaufen, da die Hardware-Anforderungen gestiegen sind, und es daher auf vielen älteren, aber noch völlig funktionsfähigen Geräten nicht installiert werden kann. Das kostenlose Betriebssystem Linux kann hingegen auf (fast) allen älteren und neueren Geräten installiert und sicher betrieben werden.
Das Reparatur-Café Reilingen bietet einen Workshop an, in dem die Teilnehmer unter Anleitung erfahrener Linux-Nutzer die besonders benutzerfreundliche und für Windows-Umsteiger geeignete Linux Distribution Linux Mint auf ihren mitgebrachten Rechnern installieren. Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ lernen die Workshop-Teilnehmer außerdem die grundlegenden Unterschiede von Linux im Vergleich zu Windows kennen und erfahren wie sie ein Linux-System betreiben und warten (Spoiler: Das ist nicht schwieriger als bei Windows, nur eben etwas anders).

Der Workshop wird vorraussichtlich im Vereinsraum 1 in der Mannherz-Halle in Reilingen stattfinden.
Wer interessiert ist, kann sich über das Anmeldeformular zum Workshop anmelden.
Welches Vorwissen muss ich mitbringen, und ist Linux nicht nur etwas für Technik-Nerds?
Moderne Linux-Distributionen wie Linux Mint lassen sich bequem über eine grafische Benutzeroberfläche installieren und betreiben (hier kannst Du Dir Screenshots von Linux Mint anschauen). Es ist nicht grundlegend mehr technisches Vorwissen erforderlich als bei Windows. Mit anderen Worten: Wer ein Windows-System installieren, konfigurieren und betreiben kann, schafft dies auch für ein Linux-System. Wenn Du am Workshop teilnehmen möchtest, solltest Du Neugier und die Bereitschaft mitbringen, Neues zu lernen.
Gibt es die Programme, die ich unter Windows genutzt habe, auch unter Linux?
Einige Programme gibt es sowohl für Windows als auch für Linux (z.B. den Browser Firefox, den Mail-Client Thunderbird oder die Office-Suite LibreOffice). Gibt es ein Windows-Programm nicht für Linux, so gibt es meist mehrere gute Alternativen, die unter Linux laufen (z.B. ist LibreOffice eine sehr gute Alternative zu Microsoft’s Office Suite). Mehr Information findest Du hier. Du solltest vor dem Workshop überlegen, welche Programme Du unter Windows genutzt hast, ob es diese unter Linux gibt, und falls nicht, welche Alternativen es gibt. Dabei können Dir die Links weiter unten auf dieser Seite helfen.
Was muss ich für den Workshop vorbereiten?
Im Workshop wird auf Deinem Rechner Linux installiert. Das gesamte, bisher installierte Windows-System wird überschrieben – d.h. wir führen nicht eine sogenannte Dual-Boot-Installation durch. Das bedeutet, dass die Daten, die sich zuvor auf dem Rechner befunden haben, unwiederbringlich verloren gehen. Daher musst Du vor Beginn des Workshops ein Backup Deiner Daten auf ein externes Speichermedium durchführen (z.B. auf einen USB-Stick, eine MicroSD-Karte, oder eine externe Festplatte). Nach dem Workshop kannst Du dann die „geretteten“ Daten von dem Backup-Medium auf Dein neues Linux-System kopieren (siehe dazu auch diese Informationen zur Daten-Migration).
Der Wechsel nach Linux ist außerdem eine gute Möglichkeit, ggf. eine alte, langsame Festplatte gegen ein schnelles Solid-State-Drive (SSD) auszutauschen. Auch in diesem Fall raten wir zu einem Backup der Daten vor dem Austausch der Platte.
Beim nächsten Termin des Reparatur-Cafés, bieten wir Dir die Möglichkeit, beim Backup oder Austausch der Festplatte zu helfen.
Siehe auch die detaillierte Checkliste für die Vorbereitung des Workshops.
Wie läuft der Workshop ab?
Information im nächsten Reparatur-Café
Vor unserem nächsten Workshop, beim nächsten Reparatur-Café Termin, gibt es die Möglichkeit vor Ort Fragen zu stellen, sich Linux Mint am Rechner anzuschauen, und/oder sich beim eventuellen Austausch der Festplatte helfen zu lassen.
Nächster Linux-Workshop ist in Planung
Der Workshop beginnt mit einer kurzen Präsentation zu den grundlegenden Unterschieden zwischen Windows und Linux. Danach installiert jeder Teilnehmer unter Anleitung unserer Linux-Experten auf seinem mitgebrachten Rechner die aktuelle Version von Linux Mint. Schließlich gehen wir auf verschiedene Aufgaben ein, die nach der Installation zu tun sind bzw. führen diese soweit möglich vor Ort durch. Z.B.:
- System-Aktualisierung
- Installation bzw. Deinstallation von Software
- Wir geben Informationen zum Anschluss von Druckern
- Wir geben Informationen zum Einrichten von Daten-Backups
Nach dem Workshop
Nach dem Workshop lassen wir die Teilnehmer nicht alleine. Über ein Linux-Forum können weiterhin Fragen gestellt werden, die wir soweit es uns möglich ist, beantworten (siehe unten).
Wie und wo kann ich Fragen stellen, wenn etwas unklar ist oder ich nach der Installation Probleme habe?
Wenn Du vor dem Workshop Fragen hast, so kannst Du eine Mail an linux@reparatur-cafe-reilingen.de schicken. Ferner bieten wir beim nächsten Termin des Reparatur-Cafés die Möglichkeit vorab Fragen zu stellen.
Nach dem Workshop bitten wir Dich, Dich im deutschsprachigen Anwenderforum von Linux Mint zu registrieren. Dort gibt es ein dediziertes Forum für Anfängerfragen (Newbie Fragen). Unsere Linux-Experten sind dort ebenfalls registriert und werden versuchen, Deine Fragen zu beantworten.
Gibt es noch weitere Argumente, von Windows auf Linux umzusteigen?
Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt, nämlich der Nutzung älterer Hardware, die mit Windows 10 oft nicht möglich ist, gibt es in der Tat weitere gute Gründe für einen Wechsel auf Linux:
- Linux ist Open-Source, was bedeutet, dass der Quellcode für jeden zugänglich und überprüfbar ist. Dies ermöglicht es der Entwickler-Community, Sicherheitslücken und Datenschutzprobleme schneller zu identifizieren und zu beheben.
- Im Gegensatz zu Windows 10, das standardmäßig viele Daten an Microsoft sendet (z.B. Telemetrie-Daten), sammelt Linux in der Regel keine Nutzerdaten, es sei denn, der Nutzer installiert spezifische Anwendungen, die dies tun.
- Linux gibt den Nutzern mehr Kontrolle über ihr System. Sie können genau steuern, welche Dienste und Prozesse laufen, und unnötige Dienste deaktivieren, die möglicherweise Daten sammeln.
- Windows 10 verwendet eine Werbe-ID, um personalisierte Anzeigen bereitzustellen. Linux hat keine solche integrierte Werbe-ID, was die Nachverfolgung durch Werbenetzwerke erschwert.
- Linux-Distributionen kommen in der Regel ohne vorinstallierte Bloatware, die möglicherweise Daten sammelt oder unnötige Hintergrundprozesse ausführt.
- Während Windows 10 stark auf die Integration mit Microsoft-Cloud-Diensten wie OneDrive setzt, bietet Linux mehr Flexibilität und erzwingt keine Cloud-Integration.
Warum wurde Linux Mint ausgewählt?
Linux Mint eignet sich anerkanntermaßen sehr gut für Linux-Ein- und -Umsteiger (siehe z.B. diesen Test auf CHIP.de). Insbesondere hat der Desktop von Linux Mint ein ähnliches Bedienkonzept wie Windows. Ferner hat Linux Mint eine große Verbreitung und wird von einer großen Community gepflegt und weiterentwickelt. D.h., es ist sichergestellt, dass es in Zukunft Aktualisierungen und neue Releases gibt. Schließlich gibt es für Linux Mint ein deutschsprachiges Benutzerforums (sieht unten).
Weiterführende Informationen
- Für Linux Mint gibt es Foren (z.B. das deutschsprachige Anwenderforum, oder auch sein englischsprachiges Pendant), in denen man bei Bedarf nach Problemlösungen suchen oder eigene Beiträge/Fragestellungen posten kann
- Da Linux Mint auf der Linux-Distribution Ubuntu basiert, sind auch die Ubuntu-Ressourcen ein guter Tipp: Z.B. das deutschsprachige Anwenderforum oder das Wiki von ubuntuusers.de.
- Vom Netzwerk Reparatur-Initiativen gibt es ein ausführliches Video (1h45min), das den Umstieg von Windows auf Linux Mint erklärt.
- Wer weiterführende Informationen über Linux in Buchform bevorzugt, dem sei Linux: Das umfassende Handbuch von Michael Kofler empfohlen. Es gilt als Standardwerk und eignet sich gleichermaßen für Einsteiger und Fortgeschrittene.
